EXIF sind Aufnahmedaten, die Kameras und Programme in Fotos schreiben: Kamera, Objektiv, Belichtung, Datum, oft auch Software und GPS-Position. Der Viewer zeigt alle Felder an und prüft zugleich, ob die Datei einen KI-Vermerk trägt.
Was EXIF über ein Bild verrät
- Kamera und Objektiv: Hersteller, Modell, Brennweite.
- Aufnahme: Datum und Uhrzeit, Belichtungszeit, Blende, ISO, Blitz.
- Software: das Programm, das die Datei zuletzt gespeichert hat. Ein Hinweis auf eine Bearbeitung, kein Beweis.
- Ort: GPS-Koordinaten, wenn die Kamera oder das Handy sie gespeichert hat.
GPS vor dem Veröffentlichen prüfen. Enthält ein Produktfoto aus Ihrer Werkstatt oder Wohnung GPS-Daten, sieht jeder, der das Bild herunterlädt, den Ort. Viele Shops entfernen EXIF beim Hochladen, verlassen sollten Sie sich darauf nicht.
EXIF und KI-Bilder
KI-Bilder tragen meist kein Kamera-EXIF, manche eine Software-Angabe. Umgekehrt beweist ein echtes Kamera-EXIF nicht, dass ein Bild unverändert ist, denn es kann mit KI bearbeitet worden sein (etwa durch generatives Füllen). Für die Kennzeichnung nach Art. 50 KI-VO zählt, was die KI gemacht hat, nicht was in den Metadaten steht. Das klärt der Pflicht-Check.
Häufige Fragen
Zeigt EXIF, ob ein Bild mit KI erstellt wurde?
Nur indirekt. Verlässlicher sind der IPTC-Vermerk trainedAlgorithmicMedia und Content Credentials, die der Viewer zusätzlich ausliest.
Wie entferne ich GPS-Daten aus einem Foto?
Am Handy lässt sich das Speichern des Orts in den Kamera-Einstellungen abschalten, und die meisten Fotoprogramme bieten beim Export „Ortsdaten entfernen“. KI-Vermerke sollten dabei erhalten bleiben.
Quellen
Rn. steht für die Randnummer in den Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50, C(2026) 5054.
- IPTC Photo Metadata Standard 2025.1IPTC · Standard · 26.11.2025
- IPTC NewsCodes: Digital Source TypeIPTC · Standard · 23.10.2024
- Leitlinien der Kommission zu den Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO, C(2026) 5054 finalEuropäische Kommission · Kommission · 20.07.2026

