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AI-Label
Plattformen · YouTubeStand 11. Oktober 20264 Primärquellen

KI-Inhalte auf YouTube kennzeichnen

Für Produktvideos mit KI-Menschen oder KI-Szenen verlangt YouTube in der Regel die Angabe „AI use“.

YouTube verlangt beim Hochladen in YouTube Studio die Angabe „AI use“, wenn realistische Inhalte mit KI erzeugt oder wesentlich verändert wurden.

Ausgenommen sind laut YouTube unrealistische Inhalte, kleine ästhetische Bearbeitungen und Produktionshilfe wie Skript oder Vorschaubild. Ihre Prüfung nach Art. 50 KI-VO bleibt davon unberührt.

Was YouTube verlangt

Laut YouTube-Hilfe legen Creator realistische Inhalte offen, die mit KI erzeugt oder wesentlich verändert wurden. YouTube nennt als Beispiele eine reale Person, die etwas zu sagen oder zu tun scheint, was sie nicht getan hat, veränderte Aufnahmen eines realen Ereignisses oder Ortes und eine erzeugte realistische Szene, die nie stattfand.

Ausgenommen sind laut YouTube:

Die Angabe setzen Sie beim Hochladen in YouTube Studio bei den Attributen unter „AI use“. YouTube kann ein Label auch selbst setzen, etwa bei Inhalten mit C2PA-Metadaten, aus YouTubes eigenen KI-Werkzeugen oder nach eigener Erkennung.

Verhältnis zu Ihrer Pflicht nach Art. 50

Deepfakes, die Sie beruflich mit KI erzeugen oder verändern oder von einem Dienstleister nach Ihren Vorgaben erstellen lassen, müssen Sie offenlegen (Art. 50 Abs. 4 KI-VO, Leitlinien Rn. 12, 14). Das gilt im eigenen Shop wie auf jeder Plattform.

Ein KI-Vorschaubild gilt bei YouTube als Produktionshilfe. Zeigt es eine realistische Szene oder Person, kann es nach Art. 50 trotzdem ein Deepfake sein.

Die Kommission führt YouTube als sehr große Online-Plattform. Dort dürfen sich Betreiber nach Rn. 126 der Leitlinien auf die Kennzeichnungswerkzeuge der Plattform stützen, wenn diese eine klare und unterscheidbare Kennzeichnung ermöglichen. Wie weit das trägt, ist nicht geklärt, vor allem bei Hinweisen, die nur manchmal oder erst nach einem Klick erscheinen.

Schritte

  1. Prüfen Sie Video und Vorschaubild mit dem Pflicht-Check.
  2. Setzen Sie in YouTube Studio beim Hochladen „AI use“ auf Ja, wenn das Video realistische KI-Inhalte enthält.
  3. Braucht das Vorschaubild ein Label, setzen Sie es ins Bild, etwa mit KI-Bild kennzeichnen.
  4. Erhalten Sie C2PA-Metadaten in Ihren Dateien.

Keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der aktuelle Wortlaut der Plattformregeln. Ein Label macht ein irreführendes Bild nicht zulässig.

Häufige Fragen

Muss ich ein KI-Produktvideo auf YouTube kennzeichnen?

Ja, mit „AI use“, wenn es realistisch wirkt und mit KI erzeugt oder wesentlich verändert wurde. Ob es nach Art. 50 ein Deepfake ist, prüfen Sie zusätzlich.

Gilt das auch für KI-Vorschaubilder?

YouTube verlangt für Vorschaubilder keine Angabe. Nach Art. 50 kann ein realistisches KI-Vorschaubild trotzdem ein Label brauchen.

Quellen

Rn. steht für die Randnummer in den Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50, C(2026) 5054.

  1. YouTube-Hilfe: Offenlegung veränderter oder synthetischer InhalteGoogle · Plattform · 11.10.2026
  2. Europäische Kommission: Liste der benannten sehr großen Online-Plattformen und SuchmaschinenEuropäische Kommission · Kommission · 07.09.2026
  3. Leitlinien der Kommission zu den Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO, C(2026) 5054 finalEuropäische Kommission · Kommission · 20.07.2026
  4. C2PA Technical Specification 2.2Coalition for Content Provenance and Authenticity · Standard · 01.05.2025

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