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AI-Label
Plattformen · TikTokStand 11. Oktober 20265 Primärquellen

KI-Inhalte auf TikTok kennzeichnen

TikToks Ausnahmen für KI-Inhalte sind andere als die der EU-Leitlinien.

TikTok verlangt, realistische KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen, und erkennt KI auch über C2PA-Content-Credentials.

In Anzeigen brauchen stark bearbeitete oder KI-generierte Inhalte das AIGC-Label oder einen eigenen klaren Hinweis. TikToks Ausnahmen für kleine Bearbeitungen ersetzen Ihre Prüfung nach Art. 50 KI-VO nicht.

Was TikTok verlangt

Beiträge

Laut Newsroom (19. November 2025) verlangt TikTok, realistische KI-generierte Inhalte mit den Werkzeugen der App zu kennzeichnen. TikTok erkennt KI außerdem über C2PA-Content-Credentials und eigene Erkennungsmodelle. Wird ein Inhalt anderswo bearbeitet und neu hochgeladen, können solche Angaben verloren gehen, deshalb testet TikTok zusätzlich unsichtbare Wasserzeichen.

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Nach der Werberichtlinie (Stand April 2026) dürfen stark bearbeitete oder KI-generierte Inhalte nur mit dem AIGC-Label oder einem eigenen klaren Hinweis laufen. Ausgenommen sind laut TikTok geringfügige Änderungen wie Licht, Helligkeit, Farbe, das Entfernen oder Ändern des Hintergrunds und Entrauschen.

Verhältnis zu Ihrer Pflicht nach Art. 50

Deepfakes, die Sie beruflich mit KI erzeugen oder verändern oder von einem Dienstleister nach Ihren Vorgaben erstellen lassen, müssen Sie offenlegen (Art. 50 Abs. 4 KI-VO, Leitlinien Rn. 12, 14). Das gilt im eigenen Shop wie auf jeder Plattform.

Nach den Leitlinien ist ein rein dekorativer KI-Hintergrund hinter einem echten Produkt in der Regel nicht kennzeichnungspflichtig, ein Hintergrund, der eine täuschende Szene erzeugt, kann es aber sein. TikTok nimmt das Ändern des Hintergrunds in Anzeigen dagegen aus.

Die Kommission führt TikTok als sehr große Online-Plattform. Dort dürfen sich Betreiber nach Rn. 126 der Leitlinien auf die Kennzeichnungswerkzeuge der Plattform stützen, wenn diese eine klare und unterscheidbare Kennzeichnung ermöglichen. Wie weit das trägt, ist nicht geklärt, vor allem bei Hinweisen, die nur manchmal oder erst nach einem Klick erscheinen.

Schritte

  1. Prüfen Sie jedes KI-Motiv mit dem Pflicht-Check.
  2. Setzen Sie bei Beiträgen mit realistischen KI-Inhalten das KI-Label von TikTok beim Hochladen.
  3. Setzen Sie in Anzeigen das AIGC-Label oder einen eigenen klaren Hinweis im Motiv, etwa mit KI-Bild kennzeichnen.
  4. Erhalten Sie C2PA-Content-Credentials in Ihren Dateien. Sie helfen TikTok, KI zu erkennen.

Keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der aktuelle Wortlaut der Plattformregeln. Ein Label macht ein irreführendes Bild nicht zulässig.

Häufige Fragen

Reicht das AIGC-Label von TikTok?

Ob Sie sich nach Leitlinien Rn. 126 darauf stützen können, ist nicht geklärt. Ein klares, ohne Klick sichtbares Label ist der sichere Weg.

Ich habe nur den Hintergrund mit KI geändert. Muss ich kennzeichnen?

In TikTok-Anzeigen ist das eine Ausnahme. Nach Art. 50 hängt es davon ab, ob eine täuschende Szene entsteht.

Erkennt TikTok KI automatisch?

Teilweise, über C2PA-Content-Credentials und eigene Modelle. Beim erneuten Hochladen gehen solche Angaben aber leicht verloren.

Quellen

Rn. steht für die Randnummer in den Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50, C(2026) 5054.

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